Geburtenentwicklung NRW

… erneut starker Rückgang auf 2025

von Ulrike Lexis  //  Die Geburten sind 2025 im Vergleich zum Rekordjahr 2021 erneut um mehr als 2,6 Prozent zurück gegangen und liegen weiter unter dem Niveau von 2015 (bevor die starken Migrationsbewegungen stattgefunden haben). Dass dieser Rückwärtstrend besteht, ist nun klar – für die Schulplanung ist also derzeit davon auszugehen, dass die sechs starken Jahre 2016–2021 eine abgeschlossene Periode darstellen. Die Anzahl von Kindern pro Frau ist wieder auf den alten Wert von 1,35 abgesunken. Zur Aufrechterhaltung der Bevölkerungszahl bräuchte man 2,1.

Die Veränderungen sind lokal verschieden, wir haben auch Kommunen/Regionen in der Beratung, die wachsende Zahlen von 2024 auf 2025 verzeichnen (Kommunen im Rheinland, in der Metropolregion Aachen, aber auch Kommunen im Münsterland).

Die genannten Zahlen basieren auf Schätzungen und vorläufigen Daten. Die endgültigen Statistiken, werden ab Juni 2026 erwartet.

Es gibt auch eine neue Bevölkerungsvorausberechnung bis 2050, IT NRW schreibt dazu:

„Regional sind unterschiedliche Entwicklungen zu erwarten: Für 10 kreisfreie Städte und Kreise des Landes erwarten die Statistikerinnen und Statistiker bis zum Jahr 2050 entgegen dem Landestrend eine Zunahme der Bevölkerungszahl. Der höchste Anstieg wird für den Kreis Heinsberg mit +4,7 % erwartet. Dahinter folgen die kreisfreien Städte Mönchengladbach (+4,3 %) und Bonn (+3,9 %). Auch Münster (+2,4 %) sowie Düsseldorf und der Kreis Kleve (jeweils +1,5 %) erwarten einen Bevölkerungszuwachs. Dem stehen insgesamt 43 kreisfreie Städte und Kreise (einschl. Städteregion Aachen) gegenüber, für die bis 2050 eine rückläufige Einwohnerzahl prognostiziert wird. Der höchste Rückgang zeichnet sich für den Märkischen Kreis mit −12,5 % ab. Darauf folgen der Kreis Olpe mit –12,3 %, der Hochsauerlandkreis (­–9,6 %) sowie die Kreise Höxter (–9,3 %) und Siegen-Wittgenstein (−8,7 %). Die aktuelle Bevölkerungsvorausberechnung zeigt auch, dass die Bevölkerung in den Kreisen stärker altern wird als im Landesdurchschnitt: Den höchsten Anstieg des Durchschnittsalters bis 2050 erwarten die Statistikerinnen und Statistiker im Kreis Olpe mit +3,5 Jahren. Weiterhin wird in den Kreisen Borken und Paderborn mit jeweils +3,4 Jahren sowie Gütersloh, Steinfurt, Soest und Coesfeld mit jeweils +2,9 Jahren ein Anstieg prognostiziert.“

    Quelle: IT NRW